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Detail aus einem Bild von Klaus Pinter
 

PWV 52

»L'homme au Marteau dans la Poche« et autres Travaux Appliqués (»Der Mann mit dem Hammer in der Tasche« und andere Fleißaufgaben)

Kategorie: Kammermusik
Jahr: 1991
Dauer: 17:00
Besetzung: Brass-Quintett
Anmerkung zum Titel:
3. Brass-Quintett
Komponiert für Erik Satie & Lynn & Klaus Pinter

Auftrag zum 45jährigen Jubiläum des Institut Française Innsbruck
Pflicht-Stück beim Finale des internationalen Blech-Bläser-Wettbewerbes in Narbonne, Frankreich, 1996

Komponiert für das Ensemble »Quintette Magnifica« (Frankreich)

Uraufführung:
15. Juni 1991
Institut Francais d´Innsbruck, 45-Jahr-Jubiläum

 

Disco
Sonus Brass gibt Gas (1998)
Werner Pirchner works for brass (1996)
wanted: alice (1995/96 )
In Zeiten wie diesen (1994)


Noten
»L'homme au Marteau dans la Poche« et autres Travaux Appliqués (»Der Mann mit dem Hammer in der Tasche« und andere Fleißaufgaben)

 

 

   

Sätze oder Tracks

01. Satz

A bientôt quatre-vingt-dix-neuf

02. Satz

Un cadeau – pour Godard

03. Satz

Optimissimo

04. Satz

Monsieur et Madame Pinter

05. Satz

Rennweg-Promenade & Painter Pinter

06. Satz

Les oiseaux extraordinaires dans les bureaux

07. Satz

L'homme au marteau dans la poche

 
     
       

PWV 52 0

Text(e) zum Werk
Auftrag

Auftrag zum 45jährigen Jubiläum des Institut Française Innsbruck

Pflicht-Stück beim Finale des internationalen Blech-Bläser-Wettbewerbes in Narbonne, Frankreich, 1996

     
       

PWV 52 0

Texte von Werner Pirchner zum Werk
»L'homme au Marteau dans la Poche«

Sehr geehrte und geschätzte Trompeten-,
Horn-, Posaunen- und
Tuba-Künstler und -Künstlerinnen!

Musik sollte im allgemeinen so leicht verständlich sein wie Mozart, Schubert, Haydn, Mahler, Schönberg, Monk, Webern, Cage, Ravel, Boulez, Basie oder Bach etc.
Sie sollte langsam & schnell, leise & laut, tief & hoch, schwer & leicht, lustig & traurig sein.
Sie sollte frei schweben & fahren und fliegen zugleich.


Ein Wort zur Notation: Ich habe versucht, Phrasierungszeichen und Längen der Noten genau aufzuschreiben. Dies erschwert vielleicht das erste Lesen, bringt aber einen Gewinn an Verständlichkeit und Präzision. Die Pausen sollten »mit-gegroovt« werden, deshalb sind sie manchmal (auch als Ersatz für Stichnoten) in Zählzeiten unterteilt. Zur Kompositionstechnik sei vermerkt, daß dieses Werk nicht auf einer Zehenspitze stehend entstanden ist. Auch habe ich beim Komponieren weder Wasser noch Lebertran zu mir genommen.


Zu den einzelnen Sätzen:


1. »A bientôt quatre-vingt-dix-neuf«

bedeutet nur, daß wir vielleicht bald Neunundneunzig sind. (Wichtig für Bläser: Regelmäßiges Küssen bewahrt Ihren Ansatz vielleicht bis Hundert!)

2. »Un cadeau – pour Godard« ist Jean-Luc Godard gewidmet, der in einem Interview sagte, eine meiner Kompositionen hätte ihn zu seinem Film »Nouvelle Vague« inspiriert. Eine große Ehre für mich.

3. »Optimissimo« schrieb ich an einem Tag, an dem mir die Kinnlade bis zum Knie hing. Also – Kopf hoch.

4. »Monsieur et Madame Pinter« ist Madame Line Sourbier-Pinter (eine excellente Kultur-Botschafterin) und ihrem Mann Klaus Pinter (ein excellenter Maler) gewidmet.

5. »Rennweg-Promenade & Painter Pinter«
bezieht sich auf komplizierte Kunst-Diskussionen über Rotweine, Aqua-Vit u.a.m.

6. »Les oiseaux extraordinaires dans les bureaux«
bedeutet, daß in Ämtern etc. nicht nur fleischgewordene Ärmelschoner sitzen. Außerdem ist »oiseau« das kürzeste Wort mit allen Vokalen.

7. »L'homme au marteau dans la poche« – Die Legende erzählt, daß der begnadete Meister Erik Satie, wenn er nach pianistischen Auftritten am Montmartre allein durch die weite Nacht nach Hause ging, immer einen Hammer in der Tasche trug.


Bei dieser Gelegenheit: Als ich – zwanzigjährig – in diversen Nacht-Etablissements Sänger- und Tänzerinnen am Klavier begleitete, trug ich stets ein altes Federmesser (ohne Feder) in der Tasche. Hinweis für die Musikwissenschaft: Dieses Messer wurde anläßlich einer eigenhändig durchgeführten, einfachen Autoreparatur amtlich requiriert und ist seither Teil der Waffensammlung der hiesigen Polizei. (Abteilung: Kleine Kostbarkeiten großer Meister?)


PS: Hammer und Messer wurden – soviel ich weiß – nie einschlägig benutzt. Auch nicht bei philosophischen Raufhändeln etc.


Daß Sie diese Komposition zu ihrer Erbauung benutzen, erhofft sich –


hochachtungsvoll
WeRneR PiRchNeR
(Komponist und privilegierter Gelegenheitsarbeiter)